Johannespassion J.S.Bach 21.03.2027


Johannespassion - Palmsonntag, 21.03.2027, 18:00 Uhr
Konzert zum Palmsonntag am Geburtstag Johann Sebastian Bach
Ausführende:
Chorgemeinschaft St. Bartholomäus - Pauluschor, Gäste
Sopran: Adreana Kraschewski
Alt: Ioulia Spanou
Evangelist/Tenor: Christian Ramirez
Johann Sebastian Bachs Johannespassion von 1724 ist nicht nur eines der bekanntesten und volkstümlichsten Werke des Leipziger Thomaskantors, sondern die vielleicht dramatischste Vertonung der Leidensgeschichte Jesu überhaupt.
Die oratorische Passion mit Chören, Rezitativen und Arien ist Höhe- und Endpunkt einer langen historischen Entwicklung. Ausgangspunkt bildete die Mitte des 13. Jahrhunderts aufkommende Praxis, die Passionsgeschichte mit verteilten Rollen vorzutragen. Von der Reformationszeit bis Bach wurde die liturgische Lesung zunehmend um chorische und die Bibeltexte kommentierende Teile erweitert.
Das Ineinandergreifen von Bibelwort und Kommentar prägt den Charakter und die Dramaturgie der Bachschen Passionen. In den aufgewühlten Turbae-Chören und im Sprechgesang der Rezitative vergegenwärtigt Bach den Handlungsfortgang des biblischen Berichtes. An die Seite der musikdramatischen Schilderung treten reflektierende Teile – einerseits der subjektiv verinnerlichte Kommentar der "frommen Einzelseele" in den lyrischen Arien und andererseits der "objektive" Kommentar der christlichen Gemeinde in den Chorälen.
Fünf Solisten wirken mit
Die Einbeziehung persönlicher Frömmigkeitsgefühle und empfindsamer Anteilnahme am Leiden Jesu stellen einen aktualisierenden "Ich-Bezug" des biblischen Geschehens her, der uns auch heute noch – 250 Jahre nach Bach – unmittelbar anspricht und berührt.
