Troparion

Mai

Samstag, 05.05.2018, 11:00 St. Bartholomäus

"Troparion" Herabsendung des Hl. Geistes

Trompete und Flügelhorn: Christian Kappe

Orgel und Synthsizer: Andreas Blechmann

Die Improvisation im modalen Jazz verläüft auf wenigen, über weite Strecken ausgehaltenen Modi (Skalen). Harmonische Akkordfolgen spielen eine geringere Rolle. Für die pfingstlichen Lieder und Themen bietet sich das kirchentonale Tonmaterial, außereuropäische Skalen und modale Tonleitern zur Improvisation besonders an.

Neben seinem regelmäßigen Spiel mit der Organistin Barbara Dennerlein ist Christian Kappe auch festes Mitglied der Band "Hotlips" des Pianisten und Keyboarders Jasper van't Hof und engagiert sich für das Marc Brenken – Christian Kappe Quartett, dem 1. Preisträger des Jazzpreis Ruhr 2011 sowie das Christof Griese – Christian Kappe Quintett, welches im Herbst 2005 den ersten Preis beim Jazz & Blues Award in Berlin gewann.

Die Kirchen des byzantinischen Ritus[2] verstehen die Osterzeit als geprägt von der Anwesenheit des Auferstandenen auf Erden. Sie endet also mit der Himmelfahrt, und mit dem Entschwinden des sichtbaren Christus beginnt die Erwartung der versprochenen Geistsendung. Die Herabkunft des Geistes an Pfingsten ist dann die Vollendung der Selbstoffenbarung des dreieinigen Gottes. Beim Pfingstfest beginnen die Apostel das Evangelium zu verkünden, von nun an wird das mystische Gedenken an den Herrn gefeiert. Damit ist Pfingsten das Geburtsfest der Kirche und der Beginn der Kirchengeschichte. Dies wird auch im Troparion des Fests besungen: „Gepriesen bist du, Christus unser Gott. Die Fischer hast du zu Allweisen gemacht durch die Herabsendung des heiligen Geists und hast durch sie die Welt eingefangen. Menschenfreundlicher, Ehre sei dir.“

Liturgisch von Bedeutung sind mehrere Themen. Am Vortag des Pfingstsonntags wird das Gedächtnis Allerseelen begangen, auch die Toten sind in die Ausgießung des Geistes eingeschlossen.[3] Die liturgischen Texte des Festes selbst betonen einerseits die Geistsendung,[4] andererseits die Dreifaltigkeit Gottes. Nicht nur in der Göttlichen Liturgie wird die Ausgießung der Gabe des Geistes gefeiert, sondern um die Teilhabe an ihr wird auch in der Vesper mit drei feierlichen Gebeten gebetet, den sog. Kniegebeten.[5] Vielerorts ist es üblich, unterwegs zu dieser Vesper ein Blumensträußchen zu pflücken und in die mit Blumen geschmückte, gelegentlich sogar mit frisch gemähtem Gras ausgelegte Kirche – eine Erinnerung an das Laubhüttenfest – mitzubringen.